Die Philippinen sind etwas kleiner als Deutschland und bestehen aus über 7100 Inseln, von denen rund 880 bewohnt sind. Die Philippinen liegen in einer erdbebengefährdeten Zone mit zwölf aktiven Vulkanen. Hinzu kommen in der Regenzeit Wirbelstürme und Überschwemmungen.
Die 1521 entdeckte Inselgruppe ist nach Philipp II, König von Spanien, benannt. Ende des 19. Jahrhunderts übernahmen die USA die Rolle als Kolonialmacht, bis die Philippinen 1946 unabhängig werden.
Die Bevölkerung ist zu 90% christlich, über 80% sind katholisch. Der Protestantismus wurde durch US-Amerikaner Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt. Verschiedene protestantische Kirchen schlossen sich 1948 zur Vereinigten Kirche Christi auf den Philippinen (UCCP) zusammen. Auf den gesamten Philippinen gehören etwa 500 000 Christen dieser Kirche an.
Anfang Dezember verwüstete der Taifun „Durian“ in der Provinz Albay auf den Philippinen zahlreiche Dörfer, die zur South Bicol Conference, dem Partnerkirchenkreis des Evangelischen Kirchenkreises Münster gehören.
Seit zwölf Jahren besteht zwischen den evangelischen Christen in Münster und Umgebung und auf den Philippinen eine enge Beziehung, die wechselseitige Besuche und gemeinsame Projekte umfasst. Inzwischen sind daraus Freundschaften und Ehen entstanden, so dass sich vor allem in dem Jakobusbezirk der Thomasgemeinde, wo unter der Leitung des Synodalbeauftragten für die Partnerschaftsarbeit, Pfarrer Martin Mustroph, die Jugendcamps und weitere Projekte organisiert und betreut werden, Menschen Sorgen um Angehörige und Freunde machen. Da die zerstörten Dörfer unter einer 16 Meter hohen Schlammschicht begraben sind, gestalten sich die Hilfsmaßnahmen sehr schwierig. Daher ist Hilfe von außen dringend erforderlich. Landeskirche und Kirchenkreis haben eine Spendenaktion gestartet und ein Sonderkonto „Philippinenhilfe“ eingerichtet. Spenden werden unter diesem Stichwort erbeten auf das Konto 2004095017 bei der KD-Bank Dortmund (BLZ 35060190).
Pressemeldungen, 04.12.2006